Unser Traumhaus – Hereinspaziert!

Galerie Bestand

Und was genau ist jetzt so toll an diesem Haus?

Ihr habt schon die Fakten und die Außenansicht zu sehen bekommen und konntet einen kurzen Blick in die Einliegerwohnung werfen. Das war natürlich nur ein kleiner Vorgeschmack.

Dann mal hereinspaziert in die gute Stube!

1. Obergeschoss

Nach einem Blick auf den Grundriss der Einliegerwohnung dachtest Du Dir bestimmt: „Da fehlt doch noch was“. Ganz richtig! Hier kommt der Rest:

Dieser Teil vom Obergeschoss gehört zu unserem späteren Wohnbereich. Hinter der Galerie verstecken sich zwei Zimmer, die früher als Kinderzimmer genutzt wurden. Dazwischen liegt ein eigenes Badezimmer mit Dusche.

Die Tür zwischen Zimmern und Galerie schafft Privatsphäre oder auch einfach nur Ruhe. Das ist in unserem Fall perfekt für ein Gäste- und Arbeitszimmer. Oder sogar für zwei Arbeitszimmer. Ich liebe meinen Mann. Ich liebe es aber auch, ungestört vor mich hin arbeiten zu können. Dazu kommt, dass wir völlig unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie ein solches Zimmer eingerichtet werden sollte. Ich selbst mag es ja aufgeräumt und gemütlich, am besten mit Pflanzen und natürlich Deko. Mein Vampirchen hockt dagegen tagsüber, bei geschlossenen Rollläden und mit eingeschaltetem Licht, am Tisch und fühlt sich mollig wohl zwischen seinen Kartons, Süßigkeiten und Tassen der Vortage. Nerd! Allein der Gedanke daran, so zu arbeiten, macht mich wahnsinnig! Genug gelästert. Jeder sollte sein eigenes Reich haben. Und das ist in diesem Haus definitiv machbar!

Neben der Galerie findet man noch einen kleinen, süßen, verwinkelten Balkon. Zum Zeitpunkt der Besichtigung waren wir beide noch Raucher und dachten uns nur: Wie praktisch! Die Faulheit siegt: Dank den vielen Balkonen muss keiner je wieder einen unzumutbar weiten Weg für eine Zigarette auf sich nehmen oder gar im Regen stehen!

Erdgeschoss

Wenn man reinkommt, steht man erstmal in einem geräumigen Flur. Pardon, Entrée.

Geradeaus durch kommt man in einen gigantischen Wohn- und Essbereich. Gigantisch nicht nur im Bezug auf die Raumgröße, sondern auch wegen der Einrichtung. Mir fehlen heute noch die Worte. Wahnsinn! Alles, und zwar wirklich alles wurde individuell angefertigt: Die Wände waren mit Holz und Seide verkleidet. Die Polstermöbel und Leuchten waren natürlich auch nicht von der Stange.

Die Beleuchtung war trotz der Einrichtung im Jahr 1994 übrigens fortschrittlicher organisiert, als in manchen neueren Immobilien. Aber nicht nur die Beleuchtung: Man sieht auf den Bildern oben zur Decke hin, gut im Holz versteckt, Messingleisten. Darin waren Lüftungsauslässe! Besonders gut sieht man es bei der Dachschräge. Und die fanden sich nicht nur dort. Soweit ich weiß, hat sich der Voreigentümer damals jemanden aus Asien einfliegen lassen, der ihm eine spezielle Lüftungsanlage eingebaut hat.

In den Schrankwänden fand man ansonsten noch Lautsprecherboxen, einen Einbausafe und vieles mehr. Dieser Stil erstreckte sich auch weiter nach oben zur Galerie und in den ehemaligen Wintergarten. Hammer! Diese Liebe zum Detail kann einen nur umhauen. Und die spürte man im ganzen Haus. Einfach überwältigend.

Vom Essbereich aus ging es zur Küche. Diese war bereits älteren Semesters und verhältnismäßig klein. Von dort aus, oder wieder über den Flur, kam man zum Gäste-WC und in ein weiteres Zimmer, welches früher vermutlich als Arbeitszimmer genutzt wurde. Yay – mein zukünftiges Ankleidezimmer? Wenn Du durch die Räume schlenderst und nicht großartig darüber nachdenken musst, was Du wie nutzen möchtest, dann ist es das richtige Haus!

Über eine weitere Tür ging es dann in den Privatbereich, der aus dem Badezimmer, einer Ankleide und dem Schlafzimmer bestand. Hier wurden die Möbel natürlich auch maßgefertigt. Aber schon in den 70ern, wie man an den dunklen Türen und Schränken unschwer erkennt. Die Kinderzimmer im Obergeschoss waren, nebenbei gesagt, im selben Stil eingerichtet.

Den Vogel abgeschossen hat das Badezimmer. Echt nicht unser Stil, aber da war sie wieder: Die Liebe zum Detail! Und auch hier fand man nichts von der Stange. Jegliche Textilien hatten exakt den selben Farbton. Sogar der Badezimmerhocker wurde gepolstert!

Vom Schlafzimmer bis hin zum ehemaligen Arbeitszimmer erstreckt sich wieder ein ewig langer Südbalkon. Wie oben drüber, nur dass er an der Seite offen ist und direkt in die Terrasse vor dem Wohnzimmer übergeht. Von dort aus führt eine weitere Treppe runter in den Keller, weil sich der Garten in mehrere Ebenen aufteilt.

Durch die Ankleide kommt man schließlich in die Doppelgarage bzw. anders herum und von dort noch einmal in den Garten.

Dieses Haus samt Grundstück ist ein Labyrinth, das irgendwie immer irgendwohin führt. Ich gestehe, dass ich mich hier anfangs verlaufen habe.

„Ohne Orientierungssinn sieht man viel mehr von der Welt!“

Das lag vielleicht auch daran, dass es überall dunkel ist. Toll für mein Vampirchen, aber das muss zukünftig anders werden!

Immer noch nicht verstanden, warum das Haus so toll ist?!

Fortsetzung folgt.

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